Laien erhalten pflegerische Kompetenzen, denen sie nicht gewachsen sein können. Ohne Ausbildung, ohne ausreichende Deutschkenntnisse und ohne Erfahrungswerte mit pflegebedürftigen Menschen in das Gewerbe der Personenbetreuung eintreten.

 

Laien pflegen

Jeder kann das Gewerbe der Personenbetreuung ausführen – auch wenn keine Kompetenzen in der Betreuung oder Pflege vorliegen. Man muss kein Experte sein, um zu erkennen, dass die Ausübung dieses Gewerbes mit einem extrem hohen Gefahrenpotential verbunden ist.

So können Laien durch etwa einen Arzt befähigt werden Infusionen anzuhängen, aufwendige Verbandwechsel durchzuführen sowie Arzneimittel mit starken Nebenwirkungen zu verabreichen. In Pflegeeinrichtungen, im Krankenhaus sowie in der Hauskrankenpflege ist dies professionell ausgebildeten diplomierten Pflegepersonen vorbehalten.

 

Pflegen kann jeder

Pflegen kann jeder

Gefahr der “Laienpflege”

Es ist schon merkwürdig zu beobachten, dass die gesetzlichen Vorschriften in der Pflege stetig zunehmen, die Pflegewissenschaft an evidenzbasierten Erkenntnissen gewinnt und diese wertvollen Erfahrungen anscheinend nicht in der Personenbetreuung zählen.

Was bedeutet diese Entwicklung für die Pflege?

  • E N T W E R T E T die Personenbetreuung das pflegerische Erfahrungswissen?
  • Kann J E D E R  pflegerische Handlungen durchführen und ist eine Pflegeausbildung in Zukunft überflüssig?
  • Ist das pflegerische Wissen über P R Ä V E N T I O N und G E S U N D H E I T S F Ö R D E R U N G in der Personenbetreuung nachrangig?

Als professionelle Pflegepersonen  müssen wir uns diesen kritischen Fragen stellen und für unseren Berufsstand verstärkt eintreten. Pflegen kann nämlich nicht J E D E R – hierfür benötigt man ein hohes Maß an Handlungskompetenz und theoretischen Kenntnissen!

Nur professionell ausgebildetes Pflegepersonal kann Risikofaktoren fachgerecht einschätzen und mögliche präventive Maßnahmen frühzeitig setzen. Pflegefehler dürfen in der Personenbetreuung nicht unterschätzt werden und auch nicht passieren! z.B.

Eine nicht erkannte Aspirationsgefahr kann rasch zur Lebensbedrohung werden! 

Die Pflege ist hier gefordert massiver für ihren eigenen Berufsstand einzutreten und gesetzliche Rahmenbedingungen zu bewirken, die Pflegefehler in der Personenbetreuung minimieren und optimal verhindern sollen. 

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