Ob Pflegeheim oder Krankenhaus – immer wieder stellt sich die Frage über das Auskunftsrecht des Sachwalters. Wir haben die wichtigsten Fakten dazu:

Auskunft über Gesundsheitszustand

Bevor Sie als Pflegeperson Auskunft geben, stellen Sie vorab immer sicher ob der Sachwalter auch tatsächlich in MEDIZINISCHEN BELANGEN vetretungsbefugt ist. Wenn Sie hierzu keine klaren Dokumente (Kopie der Urkunde über die Bestellung eines Sachwalters) haben, dann nehmen Sie zunächst Kontakt mit ihrer Führungsperson auf.

Es muss aber nicht immer zwingend eine Vertretung in medizinischen Belangen vorliegen, um den Sachwalter Auskunft über den Gesundheitszustand seines Klienten zu geben. Der Klient kann etwa den Arzt von seiner Verschwiegenheitspflicht entbinden. Es können aber auch Interessen vorliegen, die die Durchbrechung der Verschwiegenheitspflicht rechtfertigen (z.B. Organisation der Betreuung und Pflege im privaten Umfeld des Klienten oder für die Antragsstellung zur Einreichung oder Erhöhung der Pflegestufe). Diese Interessen müssen jedoch immer individuell geprüft werden.

 

Einblick in die Pflegedokumentation

Hier stellt sich ebenfalls die Frage nach der Vertretungsbefugnis in medizinischen Belangen. Wenn diese vorliegt hat der Sachwalter auch ein Einsichtsrecht.  Sollte dies nicht der Falls sein, so kann auch die betroffene Person zustimmen, dass sein Sachwalter Einblick in die Pflegedokumentation erhält: Das Recht Einblick in die Pflegedokumentation (Krankengeschichte) zu nehmen,  ist ein höchstpersönliches Recht (gem § 5 GuKG)! 

Aber auch eine vom Sachwalter (wenn dieser für medizinische Belange zuständig ist) bevollmächtigte Person  kann Einsicht in die Pflegedokumentation nehmen und sich Kopien aus der Dokumentation anfertigen lassen.

 

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